Eine Zweckvereinbarung der Stadt Worms mit der Verbandsgemeinde Eich sichert den zeitkritischen Feuerwehreinsatz in der Gemarkung Ibersheim. 

Fehlende freiwillige Feuerwehr in Ibersheim

In Ibersheim kommt es zu einem größeren Hausbrand oder auf der dortigen Landstraße zu einem Unfall mit Personenschäden: Allein schon die Vorstellung an solche Szenarien bereitete Stadtfeuerwehrinspekteur Klaus Feuerbach noch bis vor wenigen Monaten erhebliche Sorgen. Der Grund: in Ibersheim gibt es keine einsatzfähige freiwillige Feuerwehr mehr, es fehlt an Nachwuchs. 
 
„In unserem kleinsten Stadtteil haben wir es in dieser Hinsicht mit einer „Erosion“ zu tun. Trotz Bürgerversammlungen und zahlreichen Appellen ist es uns nicht gelungen, dort wieder eine einsatzfähige freiwillige Wehr auf die Beine zu stellen“, bedauert Oberbürgermeister Michael Kissel. Bei Bränden oder Unfällen mussten die Einsatzkräfte von der zirka 15 Kilometer entfernten Hauptfeuerwache und aus anderen Stadtteilen herbeieilen. Doch gerade in solchen Situationen zählen oft Sekunden und Minuten.
 
Um im Falle von derart zeitkritischen Einsätzen den Brandschutz und die allgemeine Hilfe im nördlichen Bereich des Stadtgebietes, in der Gemarkung von Ibersheim, binnen weniger Minuten sicherzustellen, haben die Stadt Worms und die Verbandsgemeinde Eich im Rahmen der gut nachbarschaftlichen Beziehungen und auf Grundlage des entsprechenden Landesgesetzes eine Zweckvereinbarung getroffen.
 

Kooperation der jeweiligen Feuerwehren intensiviert

„Wir sind sehr froh darüber, dass die VG Eich die Bereitschaft gezeigt hat, uns feuerwehrtechnisch unter die Arme zu greifen“, dankte OB Kissel seinem Amtskollegen und Verbandsbürgermeister Maximilian Abstein gestern beim Sachstandsgespräch im Rathaus mit Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek, Bereichsleiterin Angelika Zezyk (Öffentliche Sicherheit und Ordnung) und den Vertretern der beiden Feuerwehren von Worms und der VG Eich, Klaus Feuerbach und Siegfried Nickel. 
 
In der Gemeinde Hamm stehen 27 freiwillig-aktive Feuerwehrleute zur Verfügung, in der VG Eich sind es 58 an der Zahl. „Mit diesen Mannschaftsstärken sind wir in der Lage, bei der Brandbekämpfung oder etwa bei Unfällen im nahegelegenen Ibersheim und seinem Umfeld binnen kürzester Zeit am Ort des Geschehens zu sein“, hob Maximilian Abstein hervor.
 
In Kraft getreten ist die Vereinbarung im Mai dieses Jahres, nachdem der Wormser Stadtrat, der Verbandsgemeinderat Eich und die ADD dem Regelwerk zugestimmt hatten. Die Zweckvereinbarung läuft auf unbestimmte Zeit. Gleichwohl hofft OB Michael Kissel, mit dem geplanten Umzug der mittlerweile beengten Hauptfeuerwache an einen strategisch besseren Standort, künftig auch wieder den nördlichen Bereich des Stadtgebiets im „Schnelleinsatz“ versorgen zu können.
 
Für ihre Unterstützung erhält die VG Eich eine jährliche Pauschale von 1.000 Euro. Damit abgegolten sind Kosten, die im Rahmen eines Einsatzes entstehen, wie Treibstoff für die Fahrzeuge, die Reinigung der Einsatzkleidung oder etwa das Befüllen von Atemschutzgeräten. Entstehen während eines Einsatzes Schäden an Fahrzeugen oder Geräten, werden diese über die Stadt Worms abgewickelt.
Wichtig ist bei Einsatzfällen das gute Zusammenwirken der Feuerwehren der VG Eich mit den Kollegen aus Worms. „Das funktioniert tadellos“, betont Stadtfeuerwehrinspekteur Klaus Feuerbach.
 

Oberbürgermeister Michael Kissel (3.v.r.), Verbandsbürgermeister Maximilian Abstein (3.v.l.), Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek (rechts), Bereichsleiterin Angelika Zezyk (2.v.r.), Stadtfeuerwehrinspekteur Klaus Feuerbach (links) und stellv. Wehrleiter der VG Eich Siegfried Nickel (2.v.l.) erfreuen sich über die Kooperation.

 

Bericht und Bild der Pressestelle der Stadt Worms