Wissen in puncto Wasserwehr weiter vertieft

Am Samstag trafen sich ehrenamtliche Mitglieder der Wasserwehr Worms zur zweiten Schulung in Sachen "Hochwasserschutz". Weitere Helfer sind willkommen.

 

Schulung für Ehrenamtliche

Am vergangenen Samstag hatte die Abteilung Brand- und Katastrophenschutz der Stadtverwaltung die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Wasserwehr Worms zu einer zweiten Ausbildungsveranstaltung in die Pfrimmtal-Realschule Plus eingeladen. 
 
Zu der Veranstaltung die in der Pfrimmtal-Realschule Plus durchgeführt wurde, sind von den derzeit 131 zum Dienst in der Wasserwehr verpflichteten Männern und Frauen 90 der Einladung gefolgt, um sich in puncto „Hochwasserschutz“ weiter zu qualifizieren. 
 
Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und dankte an dieser Stelle allen in der Wasserwehr tätigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement.
 
 

Deichkontrolle und Hochwasserschutz

Für die Ausbildungsveranstaltung konnte die Abteilung Brand- und Katastrophenschutz kompetente Referenten gewinnen. Dr. Thomas Bettmann von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd informierte ausführlich über den Aufbau eines Deiches und wie eine Deichkontrolle fachgerecht durchzuführen ist. 
 
Danach folgte ein ebenso interessanter Vortrag über den Hochwasserschutz an Gewässern der zweiten und dritten Ordnung im Stadtgebiet von Worms, den Erich Kulling von der städtischen Abteilung Grünflächen und Gewässer vorbereitet hatte. Im Rahmen dieses Vortrages wurde den Veranstaltungsteilnehmern vermittelt, dass in Worms nicht nur das klassische Rheinhochwasser relevant sein kann, sondern dass auch von kleineren Nebenflüssen wie der Pfrimm oder z.B. dem Eisbach eklatante Hochwassergefahren ausgehen können, die den Einsatz der Wasserwehr an diesen Nebenflüssen erforderlich machen.
 
Im Anschluss an die hochwasserspezifischen Fachvorträge referierte Oberbrandmeister Christian Betzel von der Wormser Feuerwehr über das im August 2016 in Worms eingeführte Warnsystem KATWARN. KATWARN – als kostenlose App fürs Smartphone erhältlich - ist ein mobiler Warndienst für die Bevölkerung, über den blitzschnell Warnmeldungen zu verschiedenen Ereignissen abgesetzt werden können. „Informieren Sie sich über KATWARN, denn diese App kann Leben retten“, rät Betzel allen Bürgerinnen und Bürgern. 
 
 

Sandsäcke richtig befüllen

Über das Thema „Deichverteidigung und Sandsack-Verbau“ sprach Daniel Fuhrmann, Zugführer beim Technischen Hilfswerk in Worms (THW) und Berater zu Fragen der Deichverteidigung. Er stellte die klassischen Deichverteidigungsarten in Filmausschnitten und danach im praktischen Teil des Vortrages vor Ort am Pfrimmdeich vor. Dort demonstrierten sieben Helfer des THW das richtige Befüllen von Sandsäcken bis zum Absetzen auf eine Palette und den Aufbau der drei häufigsten Deichverteidigungsarten - Überströmung, hydraulischer Grundbruch mit Böschungsbruch und innere Erosion. Für das leibliche Wohl der Helferinnen und Helfer der Wasserwehr an diesem sonnigen, aber auch kalten Ausbildungstag, sorgte das THW Worms, das im Rahmen des Katastrophenschutzes der Stadt Worms über eine Schnelleinsatzgruppe Verpflegung verfügt.
 
In seinem  abschließenden Resümee  bedankte sich Stadtfeuerwehrinspekteur Klaus Feuerbach für die rege Teilnahme an der Ausbildungsveranstaltung sowie für die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitwirkung in der Wasserwehr. „Gleichwohl werden wir bei einer mehrere Tage andauernden Hochwasserlage noch weitaus mehr Helferinnen und Helfer benötigen als die bisher verpflichteten 131 Personen“, verdeutlichte Feuerbach und hofft darauf, dass sich noch weitere Bürgerinnen und Bürger finden, die bereit sind, sich in der Wasserwehr ehrenamtlich zu engagieren. 
 
 
 

Bericht und Bild der Pressestelle der Stadt Worms vom 25.01.2017