11.04.2016 - Großeinsatz Flugplatz Worms

Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Flugplatz in Worms: Gebäude und Hallen brennen
 

Arbeiten an einem leeren Benzintank waren nach Angaben von Stadtfeuerwehrinspekteur Klaus Feuerbach der Auslöser für ein verheerendes Feuer, das am Montagnachmittag auf dem Flugplatz eine Halle, ein darin geparktes Flugzeug und ein angrenzendes Wohnhaus in Schutt und Asche legte. Zwei Menschen, so war vor Ort zu erfahren, sind nun ohne Unterkunft, haben ihre gesamte Existenz verloren. Durch den Brand wurde ein 74-jähriger Mann leicht verletzt. Er erlitt eine Rauchvergiftung.

 
 
   Bericht der Wormser Zeitung vom 12.04.2016 von Susanne Müller
 
Mehr als 100 Wehrleute aus Worms, Abenheim, Rheindürkheim, Bobenheim-Roxheim, Frankenthal und Ludwigshafen sowie der Evonic-Werksfeuerwehr waren im Einsatz, der entstandene Sachschaden wird nach ersten Schätzungen mit mehreren 100.000 Euro angegeben. Ermittler der Kriminalpolizei werden am Dienstag ihre Arbeit aufnehmen, am Montag war das Betreten der Halle oder auch des Hauses noch nicht möglich.
Der Flugbetrieb war am Montag während der Brandbekämpfung gesperrt; das soll auch am Dienstag so bleiben - wenn Einsatzfahrzeuge weiterhin auf dem Gelände unterwegs sein müssen.
 
Der Brand war gegen 15.30 Uhr gemeldet worden. Als die Feuerwehr mit den ersten Löschzügen eintraf, schlugen die Flammen schon meterhoch aus der Halle und dem angrenzenden Haus – erste eigene Löschversuche des Arbeiters in der Halle waren zuvor misslungen. Wie Stadtfeuerwehrinspekteur Klaus Feuerbach erläuterte, ist das Feuer bei Instandsetzungsarbeiten in einer der Hallen entstanden. An einem – vermeintlich – leeren Tank sei mit einem Akkuschrauber gearbeitet worden, offenbar sei dann Restbenzin auf den heißen Schrauber getropft – das Unheil nahm seinen Lauf.
 
Oldtimer rechtzeitig herausgefahren
 
Erste Löschversuche scheiterten, das Feuer weitete sich aus, sprang schließlich auf ein angrenzendes Wohngebäude über. Zuvor war es den Wehrleuten gelungen, aus einer Nachbarhalle darin abgestellte Oldtimer-Fahrzeuge wie Autos, Motorräder und auch ein Oldtimer-Flugzeug herauszufahren – ein in der betroffenen Halle geparktes Flugzeug wurde ein Raub der Flammen. Ein in einer weiteren Nachbarhalle abgestellter Hubschrauber konnte gerettet werden, hier schafften es die Wehrleute, das Feuer, das hier auf das Obergeschoss übergegriffen hatte, zu begrenzen.
 
Schwierig war es auf dem Flugplatzgelände, ausreichend Wasser zum Löschen heranzuschaffen – es gibt nur wenige Hydranten. „Auch deshalb wurden die Nachbarkollegen hinzugerufen, mit ihren Löschwagen, die bis zu 120.000 Liter Wasser fassen, wurde ein Pendelverkehr eingerichtet“, so Feuerbach.
 
Flugbetrieb wieder zeitnah möglich
 
Die Hallen, so informierte der Geschäftsführer der Flugplatz GmbH, Alexander Möller, seien an Privatleute vermietet. Deshalb sei der Flugbetrieb auch nach dem Feuer weiter möglich, der Tower, die Gaststätte und auch die Landebahnen seien nicht betroffen. Am Montag war der Flughafen gesperrt, weil auf den Landebahnen Einsatzfahrzeuge unterwegs waren. Am Dienstag, so Möller, werde der Flugbetrieb wieder aufgenommen – vorbehaltlich, dass alle Arbeiten abgeschlossen seien.
Während des Einsatzes war die Straße „Am Flugplatz“gesperrt. Auf der Landesstraße 523 bildeten sich, obwohl die Durchfahrt problemlos möglich war, am Nachmittag bis in den frühen Abend lange Staus¬ – wegen zahlreicher Schaulustiger.
 

Einsatzdetails

Datum
11.04.2016
Uhrzeit
15:33 Uhr
Einsatzdauer
16:26 Std.
Einsatzort
Worms Süd
Eingesetzte Kräfte
Hauptamtliche Kräfte, Einheit Stadtmitte, Einheit Herrnsheim, Einheit Pfeddersheim, Einheit Abenheim, Einheit Rheindürkheim, Werkfeuerwehr Evonik, FF Bobenheim- Roxheim, Feuerwehr Frankenthal, Berufsfeuerwehr Ludwigshafen

 

Einsatzbilder