22.11.2016 - Fataler Fehler bei Landemanöver

Flugzeugabsturz auf dem Flugplatz Worms
 

Mit dem Schrecken kam ein Flugschüler davon. Beim Landeanflug auf den Wormser Flugplatz gegen 15.30 Uhr verpasste der 50-jährige Fluganfänger die Landebahn und setzte stattdessen auf der benachbarten Wiese auf. Die einmotorige, zweisitzige Maschine der Marke „Sportstar“ bohrte sich mit dem Propeller in den Untergrund und drehte sich danach um die eigene Achse. Der allein fliegende Pilot hatte Glück im Unglück: Die Feuerwehr barg den Mann geschockt, aber unverletzt aus seiner erst eineinhalb Jahre alten Maschine. Er wurde dennoch zur Vorsicht ins Krankenhaus gebracht.

 
 
   Bericht der Wormser Zeitung vom 22.11.2016 von Roland Keth
 

 „Ich habe vom Tower aus gesehen, dass die Landung schief geht und habe den Piloten noch zum Durchstarten aufgefordert“, berichtete Flugleiterin Maria End. Leider habe der Flugschüler, der Anflüge üben sollte, die Anweisung nicht umsetzen können. „Der Mann hat Riesenglück gehabt, da hätte Schlimmes passieren können“, urteilte End. Sie hatte sofort die Rettungskräfte alarmiert.

Die Wormser Feuerwehr war mit zwölf Mann sofort an Ort und Stelle und holte den Piloten aus der völlig demolierten Maschine. Zum Löscheinsatz kam es nicht, da der kleine Flieger lediglich qualmte, aber kein Feuer gefangen hatte. Glücklicherweise war auch kein Öl oder Treibstoff ausgelaufen, sodass die Feuerwehr zeitig wieder abrücken konnte. Während der Bergung des Piloten und der Maschine war der Flugplatz für etwa eine Viertelstunde gesperrt. Danach herrschte wieder normaler Betrieb.

Die Maschine, die neu etwas über 100.000 Euro kostet, gehört der Flugschule ASW Aero-Service Worms GmbH. „Unser Flugschüler hat die Landung versaut“, ist sich ASW-Chef und Ausbildungsleiter Andreas Scheuermann absolut sicher. Die Maschine sei fast neu, in 1A-Zustand und vorher auch im Einsatz gewesen. Einen technischen Defekt schließt Scheuermann, der noch kurz vor dem Abtransport mit seinem Flugschüler sprechen konnte, kategorisch aus.

 

Nach Bruchlandung ist Flugzeug total zerstört

 

Der angerichtete Schaden sei beträchtlich. „Es ist alles verbogen. Ich gehe davon aus, dass da nichts mehr zu reparieren ist und es sich um einen Totalschaden handelt“, urteilt der Ausbildungsleiter. Das demolierte Flugzeug habe noch einen Wert von 80.000 Euro gehabt.

Flugleiterin Maria End hat das rheinland-pfälzische Luftamt und das Luftfahrtbundesamt informiert. Da aber niemand zu Schaden kam, geht sie davon aus, dass von dort keine Untersuchung angeordnet wird. Das sei jetzt Sache der Flugschule und deren Versicherung. 

 

Einsatzdetails

Datum
21.11.2016
Uhrzeit
15:45 Uhr
Einsatzdauer
0:30 Std.
Einsatzort
Worms Süd
Eingesetzte Kräfte
Hauptamtliche Kräfte

 

Einsatzbilder