Partnerfeuerwehr Besuch 2011

PARTNERSCHAFT Feuerwehr-Delegation aus Parma zu Gast in Nibelungenstadt

 

Ein Bericht von Karl M. Wirthwein vom 17. Mai 2011 
 
Die Wormser Feuerwehr pflegt schon seit einigen Jahren eine freundschaftliche Partnerschaft mit den Kollegen der 7000 Einwohner zählenden italienischen Gemeinde Borgo Val di Taro. Diese Gemeinde liegt in der Provinz der Wormser Partnerstadt Parma; genauer gesagt in der Region Emilia Romagna.


Jedes Jahr sind die italienischen Wehrleute gern gesehene Gäste beim Feuerwehrfest am Vatertag. Diesmal hatte man allerdings eine Woche früher nach Worms eingeladen, um mehr Zeit mit den italienischen Freunden verbringen zu können. 

Gekommen waren elf Kameraden; darunter der Feuerwehrchef der Provinz Parma, Francesco Martino, und Mirco Carretta, ein Kollege aus den Reihen der Rettungskräfte der Provinz Parma, Region Emilia Romagna. Die Begrüßung war herzlich, denn man kennt sich schon lange. Gastgeschenke wechselten ihre Besitzer, darunter Wappen, T-Shirts mit bedruckten Motiven, Parmaschinken und Parmakäse sowie ein Straßenschild.

Die Verständigung klappt einwandfrei, bedienen sich doch Gastgeber und Gäste kurzerhand der englischen Sprache. Den Umweg über eine dritte Sprache muss Hans-Joachim Rühl nicht gehen. Der Vorsitzende des Deutsch-Italienischen Freundschaftskreises Worms/Parma spricht bekanntlich fließend Italienisch und übersetzt auch gerne.

„Auf diesen Besuch haben wir uns schon lange gefreut“, erklärte Stadtfeuerwehrinspekteur Klaus Feuerbach. Dass eine Freundschaft Bestand hat, liegt an den Menschen, die sie pflegen, ist man sich einig. Die Partnerschaft sei sowieso etwas Besonderes, die Tür stehe den italienischen Freunden immer offen, betonte Feuerbach. Das Thema Feuerwehr sei eine gemeinsame Leidenschaft, da spiele Nationalität keine Rolle.

Der Besuch ist zudem eine gute Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. Der italienische Feuerwehrchef Francesco Martino erzählte, wie sehr er sich gefreut habe, als in Parma Ende April eine Straße nach der Wormser Partnerstadt Worms benannt und feierlich eingeweiht worden sei. Die „Via Worms“ ist 350 Meter lang und dient als Zufahrtstraße. Auf diesen Moment hatte Rühl jahrelang hingearbeitet, entsprechend stolz ist er darauf. Als „Gegenleistung“ wünscht er sich in Worms nun ebenfalls eine Straße, die nach der Partnerstadt benannt wird.

„Leider ist die Feuerwehr nicht befugt, eine Straße zu benennen“, bedauerte der stellvertretende Stadtfeuerwehrinspekteur Michael Hetzel schmunzelnd. Dafür stellten die Wormser ein anderes Schild auf. Darauf ist zu lesen, wie viele Kilometer die beiden Partnerstädte trennen - nämlich 794 Kilometer. Das neue Schild wurde an einen Straßenmast vor der Feuerwache angebracht.