Die beiden Feuerwehrmänner aus dem italienischen Borgo val di Taro stiegen aufs Rad, um ihre Freunde bei der Wormser Feuerwehr zu besuchen.

Drei Monate Training für die fünftägige Tour nach Worms

Fünf Tage, 1.018 Kilometer, davon rund 200 pro Tag, etliche Höhenmeter und sechs Kilometer auf einer deutschen Autobahn lagen hinter Marco Bozzia und Mattia Campi, als sie nun von Bereichsleiterin Angelika Zezyk im Rathaus in Empfang genommen wurden. Um ihre Verbundenheit mit der Wormser Feuerwehr zum Ausdruck zu bringen, stiegen die beiden Feuerwehrmänner aus dem italienischen Borgo val di Taro aufs Rad und machten sich auf zu ihren Freunden nach Worms. Begleitet wurden sie von einem Versorgungstrupp im Wohnmobil mit Michele Allegra sowie Bruno und Chiara Bozzia.
 
Drei Monate lang hätten sie für die Tour von Italien nach Deutschland trainiert, berichteten die 47 und 20 Jahre alten Männer. Und das mit Erfolg, denn Spuren hat der fünf-Tage-Trip Augenscheinlich nicht hinterlassen. Im Gegenteil, die Freude darüber, wieder bei den Wormser Freunden von Feuerwehr und THW zu Gast zu sein, stand ihnen deutlich ins Gesicht geschrieben. „Wir pflegen eine tolle Freundschaft zu den Wormser Kameraden und um zu zeigen, wie sehr wir diese Verbindung schätzen, sind wir auf die Räder gestiegen“, machte Marco Bozzia deutlich.
 

Enge Freundschaft zwischen den Italienern und Wormser Feuerwehr

Und auch Angelika Zezyk, verantwortlich für den Bereich öffentliche Sicherheit und Ordnung, weiß die enge Verbindung zu schätzen. „Wenn unsere italienischen Freunde kommen, wird alles möglich gemacht“, schmunzelte sie. Zudem würdigte sie die „beachtliche Leistung“ der beiden Kameraden auf dem Fahrrad. Feuerwehrleute seien besondere Menschen, seien durch und durch Helfer, in deren Gegenwart man sich sicher fühle, attestierte sie. Um die Kontakte zu den italienischen Freunden noch besser pflegen zu können, möchte Angelika Zezyk sogar selbst italienisch lernen.
 
Dass die Freundschaft zu den Kameraden aus der Nähe der Wormser Partnerschaft Parma nicht nur zu offiziellen Anlässen zelebriert wird, kann der Wormser Feuerwehrchef Klaus Feuerbach nur bestätigen: „Diese Freundschaft ist uns eine Herzensangelegenheit und auch im privaten Bereich sind über die Jahre enge Verbindungen entstanden“, betonte er. Dies seien die wirklichen Früchte der Partnerschaft und darauf seien beide Seiten sehr stolz.
 

Lustige Fahrradtour mit Wiederholungsbedarf

Gab es auch lustige Begebenheiten während der fünftägigen Fahrradtour, die unter anderem durch die Alpen und durch den Schwarzwald führte? „Bei Schaffhausen sind wir versehentlich auf der Autobahn gelandet, weil blaue Schilder in Italien Landstraße bedeuten, aber es ist alles gut gegangen. Bei der nächsten Ausfahrt sind wir wieder abgefahren“, so Mattia Campi. Und bei der ersten Rast in Deutschland stärkten sich die Männer gleich ordentlich mit Schnitzeln und Bier.
Möglicherweise könnte es irgendwann eine Neuauflage der Fahrradtour geben, signalisierte Klaus Feuerbach – und dann auch mit Wormser Beteiligung.
 
 

Bericht und Bild der Pressestelle der Stadt Worms