25.05.2015 - Lagerhallenbrand

Brand in Lagerhalle in der Wormser Klosterstraße - Ursache noch unklar

Direkt neben der Asylbewerberunterkunft in der Klosterstraße geriet am späten Montagnachmittag ein Lagerschuppen in Brand. Das Feuer drohte auf das Hochhaus, in dem aktuell 85 Asylsuchende untergebracht sind, überzugreifen, was die Feuerwehr aber verhindern konnte.
 
Die Asylbewerber konnten sich alle rechtzeitig in Sicherheit bringen, es wurde niemand verletzt. Die Ursache für den Brand ist bislang nicht bekannt, es gebe bislang keinerlei Hinweise, so eine Polizeisprecherin auf Nachfrage der WZ. Am Dienstag sollen Brandsachverständige den Brandort genau unter die Lupe nehmen.
 

 

   Bericht der Wormser Zeitung vom 26.05.2015 von Johannes Götzen

Kurz nach 17 Uhr war bei der Feuerwehr der Alarm eingegangen, Anwohner hatten den dichten Rauch als erste gesehen. Wenige Minuten später traf der erste Löschzug vor Ort ein, da stand die eingeschossige alte Lagerhalle bereits voll in Flammen, berichtete am Abend Michael Hetzel, Einsatzleiter der Feuerwehr. Nicht zuletzt dank funktionierender Rauchmelder in der mehrstöckigen Unterkunft waren bei Eintreffen der Feuerwehr bereits alle Bewohner im Freien und damit in Sicherheit, so Hetzel. Zunächst hieß es noch, dass sich möglicherweise noch zwei Bewohner in dem Haus aufhalten, was sich aber zum Glück als falsch herausstellte. Die Feuerwehr, die wegen der starken Rauchentwicklung unter Atemschutz arbeiten musste, hatte das gesamte Haus von unten bis oben durchsucht.
 

"Richtig knapp"

 
Das Feuer drohte auf die Asylbewerberunterkunft überzugreifen, da die Lagerhalle unmittelbar daran angrenzt. Mit einem Großaufgebot an Fahrzeugen und Feuerwehrleuten habe man dies aber gerade noch verhindern können. „Das war aber richtig knapp“, so Michael Hetzel. Insgesamt sei der Großeinsatz gut verlaufen. Mit 19 Fahrzeugen und 67 Leuten war die Feuerwehr im Einsatz, 15 weitere Kameraden standen als Reserve noch bereit. Neben den hauptamtlichen Kräften waren die Wehren Mitte, Pfeddersheim, Herrnsheim und Abenheim dabei. Darüber hinaus waren einige Krankenwagen sicherheitshalber geordert worden und die Polizei war ebenfalls mit mehreren Fahrzeugen und Beamten vor Ort, um die Klosterstraße weiträumig abzusperren. Außerdem musste sie zahlreiche Schaulustige vom Einsatzort fernhalten. Schließlich war auch schnell der ASB unmittelbar vor Ort, um die Asylbewerber zu betreuen. Hinzubeordert wurden zudem noch zwei Busse, in denen sich die Menschen aufwärmen konnten.
 
Das Gebäude wurde von außen rußgeschwärzt, aber es gab keine schweren Schäden. Vier der Wohnungen sind allerdings nach Auskunft von Feuerwehr und Polizei zunächst nicht bewohnbar. Die anderen Wohnungen jedoch blieben weitgehend unversehrt, sodass die meisten Bewohner noch am Abend wieder in die Unterkunft konnten. Fünf Asylbewerber mussten in die Unterkunft auf dem früheren Motorpool verlegt werden.
 
Vor Ort informierten sich OB Michael Kissel, Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek und Bereichsleiterin Angelika Zezyk, auch Polizeipräsident Reiner Hamm und Polizeidirektor Gerald Gouasé machten sich vor Ort ein Bild.
 

Einsatzdetails

Datum
25.05.2015
Uhrzeit
17:02 Uhr
Einsatzdauer
06:00 Std.
Einsatzort
Klosterstraße
Eingesetzte Kräfte
Hauptamtliche Kräfte, Einheit Stadtmitte, Einheit Pfeddersheim, Einheit Abenheim, Einheit Herrnsheim

 

Einsatzbilder